Profizelt24 / Zubehör / Sturmsicherungen

Sturmsicherungen

7 Artikel

Ratgeber: Zelt-Zubehör Sturmsicherung

Sturmsicherung für Erdböden

Eine Sturmsicherung ist ein Befestigungssystem aus Bodenankern und Spanngurten. Es dient dazu die Standsicherheit von Zelten stark zu verbessern und verringert das Risiko von Unwetterschäden. Im Artikel lesen Sie, wann eine Sturmsicherung verwendet werden sollte und welche baulichen Aspekte ebenfalls in die Standsicherheit von Zelten reinspielen.

Braucht jedes Zelt Sturmsicherungen?

Offenes Partyzelt zusätzlich mit Sturmsicherungen verankert

Normalerweise reicht bei Windstille oder leichtem Wind die mitgelieferte Standard-Verankerung aus. Bei Sturm oder plötzlich auftretenden, starken Böen besteht jedoch die Gefahr, dass ein Zelt durch die Luft gewirbelt wird. Daher machen Sturmsicherungen in der Regel bei allen Zeltaufbauten Sinn. Besonders empfehlenswert ist die Verwendung für Zelte, die über einen längeren Zeitraum aufgestellt werden und über keine Statik verfügen. Die verbesserte Standsicherheit ermöglicht es, ein Zelt auch bei schlechtem, windigem Wetter stehen zu lassen und verringert die Gefahr von Unwetterschäden. Bei extremen Wetterlagen wie schwere Stürme oder Orkane, die selbst Häuser und Wälder zerstören können, raten wir immer zum Abbau eines Zeltes.

Im Gegensatz dazu können die Belastungsgrenzen von Zelten mit Statik besser eingeschätzt werden, so dass ein Abbau nur beim möglichen Überschreiten der Belastungsgrenzen erforderlich wird. Zelte mit Statik benötigen keine Sturmgurte zu zusätzlichen Sicherung, können aber über die Belastungsgrenzen hinweg durch zusätzliche Sturmgurte gesichert werden.

Welche Arten von Sturmsicherungen gibt es?

Betonanker und Erdanker

Es gibt zum einen Sturmsicherungen für Erdböden, zum anderen für Betonböden. Je nach Zelttyp - Faltpavillon, Partyzelt, Zeltgarage oder Zelthalle - kann die Konstruktion der Sturmsicherungen unterschiedlich sein. Einige Sturmsicherungen werden komplett über die Zelte gespannt, andere werden wiederum an der Gestänge-Konstruktion befestigt.

Anwendung

Eingeschneites Partyzelt mit Sturmgurten gesichert

Die Bodenanker werden seitlich neben den Zelt in den Boden gebracht. Bei einem Zelt mit einer Seitenhöhe von 2 m sollte der Abstand des Bodenankers zum Zelt ungefähr 2 m betragen, sodass beim Abspannen der Spanngurte ein Winkel von 45 Grad entsteht. Über die Spanngurte wird die Bodenverankerung mit der Zelt-Konstruktion verbunden und durch Ratschenspanner fixiert.

Bodenanker sind sowohl für Erdböden, als auch für Betonuntergründe erhältlich. Die Erdanker werden tief in die Erde gebracht – je nach Typ zwischen 60 bis 100 cm. Bei den Betonankern handelt es sich um vollverzinkte Metallrahmendübel mit Spreizfunktion. Diese werden am Betonboden verdübelt. Hierfür muss ein Loch vorgebohrt werden.

Alternativen zu Sturmsicherungen

Spezielle Zeltfüße zum Anbringen von Betonplatten

Was macht man, wenn man nicht in den Boden bohren darf oder der Aufbauort häufig wechselt? Neben Sturmsicherungen gibt es auch spezielle Bodenbefestigungen für Faltpavillons, Partyzelte und Lagerzelte. Beispielsweise ein Zeltfußset, das für die Produktlinien PE-Zelt, Economy und Premium verwendet werden kann. Die Spezialfüße des Zeltfußsets ermöglichen es, das Zelt mit Betonplatten zu beschweren. Dadurch verbessert sich die Standsicherheit, ohne dass in den Boden gebohrt werden muss. Auch der Kauf eines Bodenrahmens erhöht die Standsicherheit eines Zeltes. Für Faltpavillons sind Gewichtstaschen und Gewichtsplatten zur Verbesserung der Standsicherheit erhältlich. Diese werden einfach an den Standbeinen angebracht bzw. angelegt.

Was beeinflusst noch die Standsicherheit?

Lagerzelt mit Sturmsicherungen

Der Untergrund spielt bei der Verankerung eine Rolle. Je fester die Verankerung in den Boden gebracht werden kann, desto standsicherer ist auch das Zelt. Beispielsweise umschließt feiner Sand die Bodenverankerung fester, als Kieselsteine. Und auch der Aufbauort hat indirekt Auswirkungen auf die Standsicherheit. Baut man ein Zelt beispielsweise an einem windgeschützten Standort auf, steht es sicherer als auf einer freien Wiese. Denn ein Gelände mit Bäumen und Mauern bricht den Wind und nimmt ihm die Kraft. Es macht zudem Sinn ein Zelt bei starkem Wind geschlossen zu halten. Ein geschlossenes Zelt kann vom Wind nicht so leicht unterhoben werden als ein offenes – man vermeidet hierdurch einen Auftriebseffekt. Ein weiterer Punkt ist die Konstruktion eines Zeltes. Ein Zelt mit Bodenrahmen und Dachverstärkung steht stabiler und hat zudem ein höheres Gewicht. Je schwerer ein Zelt ist, desto standsicherer ist es in der Regel auch.

Fazit

Sturmsicherungen geben dem Zelt eine höhere Standsicherheit. Sie sind sowohl für kurzfristig als auch längerfristig aufgestellte Zelte empfehlenswert. Selbst Zelte mit Statik profitieren von Sturmsicherungen. Mit Sturmsicherungen sind Sie auf Wetterumschwünge oder starken Böen vorbereitet und können Ihr Zelt in Ruhe weiterverwenden.

Haben Sie weitere Fragen zu Zelt-Zubehör? Gerne beantworten unsere Mitarbeiter Ihre Fragen telefonisch unter +49 (0)40 - 608 727 17 oder per E-Mail unter info@profizelt24.de.