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Unwetterschäden an Zelten vermeiden

Redaktion: 22. Februar 2016

Gerade in der Herbst- und Winterzeit liest man in der Zeitung von Fällen, in denen Zelte durch extreme Wetterlagen beschädigt wurden. So musste beispielsweise am Rosenmontag in Monheim ein Festzelt wegen eines Sturmschadens geräumt werden. Wie kann man dem vorbeugen? Oder bleibt einem bei einer Unwetterwarnung nur der Abbau? Wir sind der Frage nachgegangen.

Ein Lagerzelt zusätzlich mit Sturmgurten abgesichert.

Ein starkes Unwetter kann Bäume entwurzeln und Häuser beschädigen – auch Zelte können von Unwetterschäden betroffen sein. Daher ist es wichtig sich frühzeitig mit der Standsicherheit eines Zeltes auseinanderzusetzen, denn das nächste Unwetter kommt bestimmt.

Ist man sich unsicher, wie viel Belastung ein Zelt standhält, empfiehlt sich bei Unwetterwarnungen sicherheitshalber ein Abbau oder eine zusätzliche Befestigung durch spezielle Bodenverankerungen und Sturmgurte. Aber selbst diese geben keine Gewähr über die genaue Belastungsfähigkeit eines Zeltes. Exakte Angaben zu Wind- und Schneelasten erhält man nur beim Kauf eines Zeltes mit Statik. Neben den Angaben zur Belastbarkeit in einem Statikhandbuch hat man dann noch die Gewissheit, dass bei richtigem Aufbau des Zeltes für die Standsicherheit garantiert wird.

Wer zusätzlich sein Zelt schützen möchte, sollte schon beim Aufstellen einen möglichst windgeschützten Aufbauort wählen. Beispielsweise neben einem Haus, Bäumen oder einer Mauer. Diese schirmen den Wind ab und verringert die Windlast auf das Zelt. Besonders wichtig ist es, bei einem aufkommenden Sturm oder starken Wind alle Eingänge zu schließen. Ansonsten kann der Wind das Zelt anheben und weg tragen – es kommt zum sogenannten Ballon-Effekt.

Bodenverankerungen

Erdnägel für weichen und Betonanker für harten Untergrund.

Neben dem Schließen aller Eingänge spielt die Verankerung des Zeltes eine große Rolle. Zelte, die über eine Statik verfügen, sind mit speziellen Bodenbefestigungen ausgestattet, die für eine hohe Standsicherheit bei Hart- oder Weichböden sorgen. Die genaue Belastungsfähigkeit von Zelten mit Statik finden Sie in den jeweiligen Produktbeschreibungen oder im Statik-Handbuch.

Zelte ohne Statik kommen überwiegend mit Standardverankerungen für Weichböden. Diese verankern das Zelt zwar auch am Untergrund, bieten aber nicht die Standsicherheit, die durch spezielles Zubehör erreicht werden kann. Sogenannte Sturmsicherungen bestehen aus robusten Spanngurten und sind entweder mit langen Erdnägeln (60 cm) oder mit Betonankern verfügbar. Die Spanngurte werden je nach Typ entweder am Gestänge oder über dem Zelt angebracht und dann mit den Bodenverankerungen befestigt.

Für Marktzelte sind Zeltfüße aus Metall eine Option. Diese werden mit Waschbetonplatten befestigt, sodass die Verankerung nicht in den Untergrund greifen muss – ein Vorteil auf Betonflächen, in die nicht gebohrt werden darf oder bei häufig wechselnden Aufbauorten.

Alternative Standbefestigung

Wassertanks zur Befestigung des Zeltes.

Neben den herkömmlichen Bodenverankerungen sieht man auf Baustellen oder in Gewerbegebieten auch unkonventionelle Lösungen für die Befestigung von Zelten. Beispielsweise große Wassertanks mit 1000 Liter Fassungsvermögen, die seitlich an den Zelten aufgestellt werden und durch Gurte mit dem Zelt verbunden sind. Diese zusätzlichen Befestigungen sorgen zwar nicht für eine Statik, haben sich aber in der Praxis bewährt.

Fazit

Es gibt Unwetter wie beispielsweise Orkane oder Tornados, die sogar massive Häuser beschädigen oder zerstören können. Bei solchen Extremwetterlagen empfiehlt sich zur Sicherheit der Abbau eines Zeltes. Kennen Sie die genaue Belastbarkeit Ihres Zeltes dank vorhandener Statik, kann anhand der Wettervorhersage eingeschätzt werden, wie gehandelt werden soll – Abbau oder Stehenlassen. Zusätzlich können Bodenbefestigungen und Sturmsets die Standsicherheit erhöhen. Ein gut gewählter Aufbauort schützt das Zelt darüber hinaus.