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Zelt im Einsatz: Interview mit Dirk Westermann von der DLRG

Redaktion: 14. Juli 2015

Wir von Profizelt24 sind immer daran interessiert, wie Kunden unsere Produkte einsetzen. Umso mehr haben wir uns gefreut, als wir Bilder von der DLRG erhalten haben, die einen Profizelt24 Faltpavillon im Einsatz mit einem Rettungsfahrzeug zeigen. Auf Nachfrage konnten wir netterweise ein Interview mit Herrn Westermann vom DLRG führen.

Faltpavillon an einem Einsatzfahrzeug der DLRG

Vielen Dank Herr Westermann, dass Sie sich die Zeit nehmen, uns ein paar Fragen zu beantworten. Sie sind Mitglied bei der DLRG und haben uns Fotos von unseren Faltpavillons im Einsatz zugeschickt. Sicherlich kennen einige unserer Leser die DLRG von den Stränden an Nord- und Ostsee. Andere wissen wiederum nicht genau was eigentlich hinter dem Begriff „DLRG“ steckt. Vielleicht können Sie uns kurz in ein bis zwei Sätzen beschreiben, was der DLRG genau ist und was er macht?

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft hat viele Aufgaben. Neben der ältesten Aufgabe Nichtschwimmer zu Schwimmern und Schwimmer zu Rettungsschwimmern auszubilden, ist die DLRG sowohl im Zivilschutz wie auch im Katastrophenschutz tätig. Wir sind auch stark in der Jugendarbeit aktiv und bieten somit Kindern und Jugendlichen einen interessanten Anlaufpunkt. Größere Einsätze im Überflutungsgebieten innerhalb und auch außerhalb Deutschlands sind immer wieder an der Tagesordnung. Zudem sichern jedes Jahr über 2000 ehrenamtliche Rettungsschwimmer und -innen die Badebereiche an Nord- und Ostsee.

Seit wann sind Sie bei der DLRG und wie sind Sie damals zur DLRG gekommen?

Ich bin seit 1985 Mitglied und wollte eigentlich nur meinen Rettungsschwimmschein machen. Dann war ich sofort total begeistert und bin da geblieben.

Welche Aufgaben haben Sie bei der DLRG übernommen?

Unter anderem bin ich als Zugführer für den Wasserrettungszug der DLRG im Landkreis Harburg verantwortlich und habe als Einsatzabschnittsleiter beim letzten Elbehochwasser 100 Katastrophenschützer geführt. Weiterhin bilde ich noch im Erste Hilfe und Sanitätsbereich aus.

Welche Rolle spielt Mobilität bei der DLRG?

Mobilität spielt eine sehr große Rolle. Wir müssen unsere Aufgaben immer wieder an verschiedenen Ort durchführen und schnell auf Änderungen der Situation reagieren können. Weiterhin führen wir auch verschiedene Veranstaltungen durch: Vom Informationsstand über Ausbildungsveranstaltungen bis hin zu Sportveranstaltungen und das an verschiedenen Orten. Hier wäre eine statische Lösung immer nachteilig.

Was macht ein Zelt neben der hohen Mobilität bei der Arbeit der DLRG so attraktiv?

Wir haben die Möglichkeit mit schneller Geschwindigkeit und geringem Gewicht schnell Raum zu schaffen. Ob im Einsatz bei einer Verletztenversorgung oder bei einem Sanitätsdienst, es ist wichtig, dass wir uns schnell mit unserem Kernarbeiten beschäftigen können und da helfen uns Zelte sehr.

Gab es bei der DLRG schon immer Zelte oder haben spezielle Umstände dazu geführt, dass Zelte notwendig wurden? Ich meine früher war die DLRG überwiegend für die Wasserrettung zuständig, mittlerweile ist das Aufgabengebiet der DLRG gewachsen. Stichwort: Auslandseinsatz, Katastrophenschutz oder Rettungsdienst.

Schon in den Anfängen der Wasserrettung war das Zelt ein fester Begleiter. Die ersten Wasserrettungswachen waren immer Zelte, welche am Wochenende aufgebaut wurden. Durch den verstärkten Einsatz im Katastrophenschutz sind auch große Einheiten der DLRG in Bewegung und hier ist die eigene Unterbringung in Zelten immer erforderlich. Gerade zu Beginn der Einsätze sind wir auf uns alleine gestellt. Im europäischen Ausland sind wir immer mit eigenem Material unterwegs und außerhalb Europas sind oft Zeltstädte notwendig, um uns und die Patienten unterzubringen.

Gibt es einen bestimmten Typ von Zelt, der bevorzugt für die Aufgaben beim DLRG geeignet ist? Beispielsweise besonders schnell aufbaubare oder extrem robuste Zelte?

Wir brauchen beide Typen von Zelten. Die leichten, schnell aufbaubaren Zelte, welche wir sofort im Einsatz verwenden können. Und die stabileren Zelte für die Unterbringung von Menschen bei mittel- und langfristigen Einsätzen, die über mehrere Tage gehen.

Haben Sie Einsätze erlebt, bei denen Zelte notwendig gewesen wären oder bei denen die DLRG mehr Zelte gebraucht hätte? Wenn ja, erzählen Sie uns bitte davon.

Gerade bei den Einsätzen in Flutgebieten brauchen wir immer eine große Anzahl von Zelten. Die Unterbringung von evakuierten Personen benötigt viel Platz – besonders, wenn das Wetter weiterhin schlecht ist.

Sie haben uns Fotos geschickt, auf denen man sieht wie der DLRG ein Profizelt24 Faltpavillon als Erweiterung für Einsatzfahrzeuge nutzt. Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Oder ist diese Art der Verwendung aus der Not heraus entstanden?

Wir haben in der DLRG schon einige Zelte in der Kombination mit Einsatzfahrzeugen in der Verwendung. Wir suchten eine Lösung, welche leicht und sehr flexibel ist. So sind wir an den Faltpavillion geraten.

Faltpavillon am Einsatzfahrzeug.

Verwendet die DLRG den Faltpavillon auch noch für andere Aufgaben?

In Zukunft werden wir ihn als Unterstand bei Sanitätsdiensten, Jugendfreizeiten, Informationsveranstaltungen, Schwimmveranstaltungen usw. einsetzen.

Welche Profizelt24 Zelte nutzt ihr neben dem Faltpavillon noch beim DLRG?

Noch keine anderen Zelte, aber wir sind in der Entscheidungsfindung, ob wir uns für eine Zwischenlösung eine 9,15 x 12m Zelthalle zulegen sollen, damit wir dort unser Material lagern können.

Eine weitere Aufgabe des DLRGs liegt auch in der Ausbildung von Personen im Bereich der Ersten Hilfe und im Sanitätswesen? Ich muss zugeben, dass ich das Verhalten in Notsituationen schon oft gelernt habe, es aber auch ständig wieder vergesse. Können Sie uns zum Abschluss des Interviews noch ein kurze Auffrischung geben, wie man sich in einer Notfallsituation verhalten sollte?

Ich kann nur empfehlen, dass jeder alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Wichtig ist es immer: Ruhe zu bewahren und für den Eigenschutz zu sorgen. Dann den Notruf durchführen und sich im Anschluss, um den Patienten zu kümmern. Viele machen instinktiv das Richtige, vergessen aber den Notruf abzusetzen, wodurch die professionelle Hilfe oft zu spät kommt.

Vielen Dank für das nette Gespräch und die für die spannenden Hintergrundinformationen zur Zeltnutzung bei der DLRG.