Kondenswasser im Zelt: Ist mein Zelt doch nicht wasserdicht?

Kondenswasser im Zelt: Ist mein Zelt doch nicht wasserdicht?

In Ihrem Zelt befindet sich eine nasse Stelle am Dach? Auch das Gestänge oder Ihre Sitzgarnitur fühlt sich feucht an oder ist vielleicht sogar ebenfalls nass? Sie sind irritiert, weil Ihr Zeltprodukt als 100 % wasserdicht bezeichnet wurde? Ihr Ärger ist verständlich, aber nicht zwingend auf einen Materialfehler zurückzuführen, denn: Es hat sich Kondenswasser gebildet. Was sich genau hinter diesem Begriff verbirgt, wie es entsteht und wie Sie diese Problematik erfolgreich vermindern können, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag!

Was ist Kondenswasser und wie entsteht es?

Kondenswasser, auch bekannt unter den Begriffen “Schwitzwasser” oder “Tauwasser”, beschreibt Wasser, dass sich an kalten Oberflächen niederschlägt. Dieser natürliche Vorgang entsteht dann, wenn Luft unter den Taupunkt abkühlt und wird daher auch als Kondensation bezeichnet – wenn ein gasförmiger Stoff in den Zustand eines flüssigen übergeht. Kondenswasser bildet sich also dann, wenn kalte Luft abkühlt. Luft kann bei sinkenden Temperaturen weniger Feuchtigkeit aufnehmen als bei warmen und gibt diese dann in Form von Wasser wieder ab – in dem Moment, wenn die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Demzufolge, ist besonders in der kalten Jahreszeit, wie dem Winter, mit Kondenswasserbildung zu rechnen.

Die Entstehung von Kondenswasser bei Zelten ist abhängig von vier fundamentalen Faktoren:

1. Temperatur-Differenzen

Treten hohe Temperaturschwankungen vom Zeltinneren nach außen auf, können diese zu Tauwasser führen. Solche Schwankungen treten z.B. vor und nach einem Regen auf oder wenn es draußen schnell abkühlt während es im Zeltinneren noch warm ist. 

3. Boden-Beschaffenheit

Der Boden spielt eine wichtige Rolle. Ist der Aufbau Ihres Zeltproduktes auf Rasen bzw. Gras erfolgt, führt dieser unmittelbar zur Kondenswasserbildung, denn: Rasen gibt Wasserdampf bzw. Feuchtigkeit ab, welche dann im Zeltinneren zirkuliert. 

2. Luftfeuchtigkeit

Wenn im Sommer eine hohe Luftfeuchtigkeit von außen ins Zeltinnere eindringt, ist selbst beim besten Zelt eine Kondensation der Luft unumgänglich – es sei denn, eine gute Belüftung wird vorgenommen.

4. Anzahl an Personen im Zeltinneren

Je mehr Personen sich in Ihrem Zeltprodukt befinden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kondensation. Halten sich beispielsweise nur zwei Personen in Ihrem 50 m² großen Partyzelt auf, sorgen diese für weniger Kondensatz als bei 100 Personen.

Schon gewusst?

Bei Profizelt24 ist man bestens auf diese Thematik vorbereitet. So sind beispielsweise die Wände der Partyzelte nicht hermetisch abgeriegelt, sondern klimatisiert und nicht durchgängig (ausgenommen der Qualität Flex Light). Dank der klimatisierten Wände wird eine gute Belüftung gewährleistet. Mehr zu der Belüftung von Partyzelten erklären wir Ihnen im Video (rechts).

Auch die Konstruktionen der Zelthallen sind perfekt gerüstet. Bei Wahl einer Everest Zelthalle mit Standardtor, profitieren Sie sowohl von abnehmbaren Giebelteilen, welche Ihnen besonders große Eingänge zum Lüften bescheren, als auch von einer XXL Bodenschürze. Diese Bodenschürze umläuft das gesamte Zeltgerüst und schirmt die Wärme von außen vom Zeltinneren ab.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Everest Zelthallen mit Standardtor: die verschließbaren Lüftungsfenster. Jedes Giebelteil ist mit einem Lüftungsfenster ausgestattet, diese zu jeder Zeit einen konstanten Luftaustausch von außen mit dem Zeltinneren gewährleisten. Und die Lüftungsfenster sichern nicht nur ein angenehmes Hallenklima, sondern schützen die Zelthalle insbesondere vor einer Problematik: Kondenswasser. 

Tritt die Bildung von Kondenswasser nur bei Zelten auf?

Nein. Kondenswasserbildung ist ein natürliches Phänomen, das u.a. bei starken Temperaturunterschieden auftritt. Bekannt ist dieses insbesondere bei Fenstern. Bestimmt haben Sie es auch das ein oder andere Mal erlebt, dass Sie im Winter in Ihrer Wohnung Ihre Fenster beschlagen und nass auffanden. Eine wirkliche Problematik entsteht jedoch in diesem Fall nicht, denn: Durch die richtige Belüftung ist die Kondensation leicht in den Griff zu bekommen. Drehen Sie einfach Ihre Heizung auf und heizen Sie – und die nassen Fenster gehören bald der Vergangenheit an. Zur Problematik wird Schwitzwasser nur dann, wenn es zu einem dauerhaften Zustand wird und nicht schnell behoben wird. In dem Fall kann das Material des Fensters stark beschädigt werden und sich Schimmel bilden. Jedoch kann die Schimmelbildung schnell und leicht verhindert werden mithilfe einer guten Belüftung.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um einen natürlichen Zustand, den Sie in Ihren Innenräumen fast jährlich erfahren dürfen. Die Scheiben Ihres Fensters sind kälter als die Außentemperatur und gleichzeitig befindet sich zu viel Feuchtigkeit in der Luft, wodurch die Kondensation der Luft eintritt.

Auch an Terrassentüren und Autoscheiben ist dies ein bekanntes Phänomen. Ebenfalls im Camping-Segment, wenn Sie in einem Campingzelt die Nacht verbringen, denn: Während eine Person schläft, hinterlässt der Körper Wärme und die Atemluft feuchte Luft im Raum. Umso mehr Personen demzufolge im Camping Pop-Up Zelt übernachten, desto mehr Feuchtigkeit füllt den Raum. Auch Kochen kann eine Rolle spielen. Ist Ihre Dunstabzugshaube defekt oder Sie kochen bei geschlossenem Fenster, kann eine Kondensation resultieren und somit sich Wasser an den Fensterscheiben bilden. 

Verhindern können Sie die Bildung vom Schwitzwasser nicht, jedoch reduzieren. Befindet sich beispielsweise ein Heizkörper unmittelbar unter einem Fenster, kann die austretende warme Luft ungehindert entlang des Fensters zirkulieren und reduziert die Kondenswasserbildung. Aus diesem Grund wird auch häufig empfohlen, Fensterbänke nicht durch Gardinen und Vorhänge zu verdecken, um die Luftzirkulation nicht einzuschränken.

Wie auch bei Autos, Terrassentüren, Wohnungsfenstern, Camping Pop-Up Zelten und Küchen, ist die relative Luftfeuchte auch bei Profi-Zelten ein übliches und natürliches Phänomen. Anders als bei den anderen Beispielen gelangte die Thematik der Kondenswasserentstehung in der Zeltbranche nicht die gleiche Aufmerksamkeit und Bekanntheit in der Vergangenheit, wodurch heutzutage häufig der Irrtum entsteht, dass das Zelt undicht und nicht wasserdicht sei. Im Folgenden gehen wir auf diesen Irrtum einmal genauer ein.

Liegt die Ursache von Kondenswasser am Material der Zeltplane?

Ich habe ein neues Zelt gekauft und jetzt entdeckte ich undichte Stellen. Es tropft von der Decke. Ist das Dach meines Zeltproduktes nicht wasserdicht? Liegt es am Material der Plane oder ist es vielleicht sogar ein Herstellerfehler?

In kalten Jahreszeiten wie dieser, die von viel Regen, Wind und vor allem von starken Temperatur-Schwankungen bestimmt ist, kann es vorkommen, dass eine solche Nachricht unser Zelt-Expertenteam erreicht. Alle Zeltprodukte von Profizelt24 sind zu 100 % wasserdicht, hoch UV-beständig, stabil und vom Material der Plane über das Dach bis hin zum Gestänge von höchstmöglicher Qualität. Hierfür steht Profizelt24 mit seinen Namen und seiner langjährigen Erfahrung. Aber wie kann es trotzdem sein, dass Personen solche negativen Erfahrungen mit ihrem Zeltprodukt erfahren?

Die Antwort ist leicht: Kondenswasser. Wie auch bei den Fensterscheiben oder Terrassentüren kann Kondenswasser sich bei Zelten bilden. Hier macht es keinen Unterschied, ob das Zeltprodukt zu 100 % wasserdicht ist oder nicht. Dadurch, dass Zelte sich sowohl tagsüber, abends und nachts draußen in der freien Natur befinden und jegliches Wetter erfahren, ist die Entstehung von Kondenswasser ein völlig normales und natürliches Phänomen. Sollte es also vom Gestänge tropfen oder sich Feuchtigkeit innerhalb der Plane sammeln, bedeutet dies nicht, dass Ihr Produkt undicht oder von mangelnder Qualität ist. Ganz im Gegenteil, wie auch an Fensterscheiben und Terrassentüren ist Kondenswasser ein normaler Umstand mit einem Unterschied: Dadurch, dass Sie von klein auf mit der Kondenswasserthematik zu Hause aufgewachsen sind, empfinden Sie diese an den Fenstern als normal und kennen den Grund. Mit Zelten haben Sie allerdings diese Erfahrungen nicht machen können und deshalb begegnet Ihnen die Thematik Kondenswasser womöglich das erste Mal mit Bezug auf Zelten. 

Verteilt sich beispielsweise warme bzw. feuchtwarme Luft im Zeltinneren und stößt im Dach, auf die von der Außentemperatur gekühlten Plane, wird die Luft kondensiert und zu Wasser. Auch das Gestänge der Konstruktion wird schnell kalt und somit feucht bzw. nass. In diesem Fall tropft das Wasser dann auf das Zeltinnere – zum Bespiel auf Ihr Mobiliar oder auf Ihre gelagerten Verkaufswaren. In diesem Moment werden Sie höchstwahrscheinlich erstmalig auf die Kondenswasser-Problematik aufmerksam werden. Möchten Sie solche Kondensationen komplett verhindern, raten wir Ihnen zum Abbau, denn eine komplette Vermeidung von Kondenswasser, wie auch beim Beispiel der Fensterscheiben, ist unmöglich. Besser als ein Abbau, ist es jedoch, das Kondensat in den Griff zu bekommen und zu behandeln. Wie dieses Vorhaben genau umgesetzt werden kann, verraten wir Ihnen im nächstfolgenden Abschnitt dieses Beitrags.

Wie kann man die Bildung von Kondenswasser im Zeltinneren vermeiden?

Da es sich bei der Bildung von Kondenswasser um einen natürlichen Vorgang handelt, kann man diesen am Zeltprodukt nicht vermeiden. Man kann ihn jedoch effektiv auf ein Minimum reduzieren. Wie genau? Das verraten wir Ihnen in unseren 4 Tipps*!

Der wohl wichtigste Schritt, um die Entstehung einer Kondensation so gering wie möglich zu halten und um Ihr Modell vor einer potenziellen Schimmelbildung zu schützen, ist die Belüftung. Lüften Sie Ihr Modell regelmäßig und ausreichend. Öffnen Sie hierzu den Eingang sowie die Reißverschlüsse. Auch Stoßlüften bietet sich gut an. 

Neben dem regelmäßigen Lüften empfehlen wir Ihnen ebenfalls die Belüftung auf das aktuelle Klima anzupassen. Herrscht beispielsweise den ganzen Tag über eine Luftfeuchtigkeit, die sehr hoch ist, raten wir Ihnen die Seitenwände und Eingänge Ihres Modells tagsüber geschlossen und somit luftdicht zu halten. Erst am Abend und in der Nacht, wenn es wieder abkühlt, können Sie der frischen Luft wieder Einlass gewähren. Abendluft enthält generell weniger Feuchte und somit vermeiden Sie die Entstehung von Wasserdampf.

Besitzen Sie ein Zeltmodell mit einer Plane für das Dach, so empfehlen wir Ihnen diese vor Eintreten der kalten Jahreszeit nochmals genaustens zu überprüfen. Es dürfen weder Falten in der Dach-Plane entstehen, noch darf die Spannung zu gering sein. Umso sicherer die Plane an der Konstruktion befestigt ist, desto robuster schützt sie ebenfalls Ihr Modell vor starkem Wind. 

Wir empfehlen Ihnen, Gartenvlies zu erwerben. Diese können Sie passgenau zuschneiden und eignen sich nicht nur als umweltschonende Unkraut-Entferner, sondern zudem zur Vermeidung bzw. Minderung von Tauwasser. Unkompliziert und praktisch sind diese schnell zwischen Plane und Gestänge eingebaut. Gartenvlies saugen die enthaltene Feuchtigkeit in Ihrem Zeltinneren auf und lassen die Feuchte beim Lüften schnell wieder abtrocknen. Ein äußerst praktisches und nützliches Produkt, das gleichzeitig auch kostengünstig in jedem Bau- und Gartenmarkt zu kaufen ist.

Generell gilt zudem, keine feuchte Kleidung im Zeltprodukt liegenzulassen. Nutzen Sie Ihr Modell z.B. als Pool-Überdachung, lassen Sie Ihre Schwimmkleidung und Handtücher bestenfalls weder im Innenraum trocknen noch für eine längere Zeit dort liegen. Haben Sie sich ein neues Zeltmodell soeben erst gekauft, empfehlen wir Ihnen außerdem den Aufbau nicht auf einer Rasenfläche vorzunehmen, es sei denn, Ihr Modell fungiert als Pop-Up Zelt und soll nur für kurze Zeit in dieser kalten Jahreszeit eingesetzt werden. 

Fazit

Wenn Luft unter den Taupunkt abkühlt, entsteht Kondens- bzw. Tau- oder Schmelzwasser. Solch ein Phänomen resultiert u.a. nach einem heftigen Wind oder Regen und tritt besonders bei starken Temperaturschwankungen auf. Generell lässt sich resümieren: Je geringer der Temperaturunterschied von dem Innenraum Ihres Zeltmodells mit der Außentemperatur, desto geringer die Kondensation. Völlig vermeiden können Sie die Entstehung von Kondenswasser nicht, da es sich hierbei um einen natürlichen Vorgang handelt, der ebenfalls bei anderen Zelten, wie Campingzelten, an den eigenen Wohnungsfenstern oder an der Terrassentür auftreten kann. Kondenswasser lässt sich also nicht auf eine mangelhafte Qualität der Plane oder auf einen Herstellerfehler zurückführen, sondern die Ursache findet sich in den wechselhaften Wetterbedingungen. Wichtig ist, dass Sie den Vorgang schnell behandeln und die Zeltplane trocknen, um z.B. die Bildung von Schimmel zu verhindern. Ebenfalls raten wir Ihnen zum regelmäßigen und richtigen Lüften und in Ihrem Stauraum noch etwas Platz für Gartenvlies zu lassen. 

Sie haben noch Fragen zum Thema oder vielleicht eine feuchte Stelle entdeckt? Rufen Sie uns an unter der Telefonnummer +49-40-7972446144, schreiben Sie uns eine E-Mail an service@profizelt24.de oder kommen Sie vor Ort in Norderstedt bei Hamburg vorbei!

*Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Beitrag um Tipps handelt. Profizelt24 übernimmt keine Haftung und Gewähr für potenzielle Schäden am Zelt.

Geschrieben von:

Julia

Julia schreibt für das P24-Magazin. Dieser Beitrag soll Ihnen die Thematik Kondenswasser und Kondenswasserbildung etwas näher bringen und verständlicher machen.

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