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Ratgeber: Wasserdichtigkeit bei Zelten

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf von Zelten ist der Schutz vor schlechtem Wetter. Insbesondere starker Niederschlag kann eine Party sprichwörtlich ins Wasser fallen lassen. Daher spielt der Regenschutz beim Kauf eines Zeltes eine wesentliche Rolle und sollte genau unter die Lupe genommen werden. In den meisten Fällen sprechen die Hersteller von wasserabweisend oder wasserdicht. Was das genau bedeutet, lesen Sie hier.

Definition wasserabweisend bzw. wasserdicht

Partyzelt im Garten.

Die Eigenschaft wasserabweisend oder wasserdicht findet man beispielsweise bei Uhren, Kleidung oder Zelten. Sie sagt aus, dass ein Produkt die Fähigkeit besitzt, das Eindringen von Wasser bis zu einem bestimmten Grad zu verhindern.

Bei Uhren finden sich beispielsweise genaue Druckangaben zur Wasserdichtigkeit. Ist eine Uhr beispielsweise bis 3 bar wasserdicht, kann sie theoretisch 30 m tief unter Wasser tauchen, ohne kaputt zu gehen.

Die Angaben zu Wasserdichtigkeit von Textilien und Zelten werden in Form der Wassersäule dargestellt. Ist beispielsweise auf einem Produkt ein Wassersäulenwert von 1500 mm angegeben, kann theoretisch eine Wassersäule von 1,5 m (0,15 bar) Höhe darauf stehen, ohne dass Feuchtigkeit durchdringt.

Ab welchen Wert ein Produkt als wasserabweisend oder wasserdicht klassifiziert wird, ist vom Gesetzgeber vorgegeben. In Deutschland gelten Textilien als wasserdicht, wenn sie einer Wassersäule von mindestens 1500 mm standhalten. Bei wasserabweisenden Produkten liegt der Wert bei mindestens 800 mm.

Abperlende Wassertropfen auf einer Dachplane.

Diese Werte wirken zunächst einmal recht hoch. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Wassersäule bzw. der Wasserdruck durch mechanische Krafteinwirkungen wie Wind oder aufliegendes Gewicht zusätzlich ansteigen kann.

Ein gutes Beispiel hierfür sind Zeltböden. Schon bei leicht feuchtem Untergrund kann auf Zeltböden ein hoher Wasserdruck von 0,2 bar wirken, weil zusätzlich von oben das Gewicht von Personen darauf lastet. Ähnlich verhält es sich bei Dachplanen. Tritt neben starken Regen auch Wind auf, summieren sich die Kräfte, die auf die Plane einwirken. Aus diesem Grund weisen viele Zelte höhere Wasserdichtigkeitswerte auf, als vom Gesetzgeber vorgegeben.

Man sollte sich übrigens nicht so sehr von den Angaben der Wasserdichtigkeit blenden lassen. Günstige Produkte mit hohen Wasserdichtigkeitsangaben verlieren ihre Wasserdichtigkeit oft schon nach kurzer Zeit. Hier lohnt sich der Kauf von hochwertigen Materialen mit guter Verarbeitung. Diese gewähren eine gleichbleibende, hohe Wasserdichtigkeit über einen langen Zeitraum.

Wasserdichtigkeit bei Campingzelten und Partyzelten

Im Garten aufgestelltes PVC-Partyzelt mit Gästen.

Während bei Campingzelten der genaue Wert der Wasserdichtigkeit Sinn macht, sieht es bei Zelten mit einer PE- oder PVC-Plane anders aus. Diese sind bei guter Verarbeitung in der Regel zu 100% wasserdicht.

Der Grund: Campingzelte sind ein Kompromiss zwischen Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit. Sie bestehen in der Regel aus Polyester mit einer zusätzlichen Beschichtung oder Imprägnierung. Sie sind in sich komplett geschlossen und ihr Innenraum dient mehreren Personen auf engsten Raum als Schlafplatz. Daher ist es wichtig, dass feuchte Atemluft entweichen und Sauerstoff ins Zelt gelangen kann. Damit diese hohe Atmungsaktivität gewährleistet ist, darf ein Campingzelt nicht 100% wasserdicht sein.

Bei Partyzelten und Lagerzelten, deren Planen überwiegend aus PE- oder PVC-Material hergestellt sind, ist das anders. PE und PVC sind spezielle Kunststoffe, die weder durchnässen können noch atmungsaktiv sind. Der Luftaustausch findet bei Party- und Lagerzelten über Luftschlitze und Belüftungsfenster statt. Eine Plane aus diesen Kunststoffen kann nicht durchnässen, sie würde bei extrem hohen Druck eher einreißen - beispielsweise bei starker Wassersackbildung. Den einzigen Schwachpunkt den PE- und PVC-Planen in Bezug auf ihre Wasserdichtigkeit haben, sind Verbund- und Nahtstellen. Sind diese schlecht verarbeitet, kann hierüber Feuchtigkeit eindringen.

Beim Kauf von PE-Produkten sollte man deswegen darauf achten, dass die Nahtstellen entweder im Hochtemperaturverfahren verschweißt oder mit einer Bandversiegelung doppelt vernäht sind. Nur so ist eine 100% Wasserdichtigkeit bei PE-Produkten gegeben.

PVC-Planen sind in der Regel so dick, dass die Planen verschweißt, statt vernäht werden. Im Hochtemperaturverfahren verschweißte Planennähte sind strapazierfähig und tragen dazu bei, dass die Planen zu 100% wasserdicht sind, weil Staunässe nicht über die Nahtstellen ins Zeltinnere eindringen kann.

Mittlerweile gibt es Ausnahmen bei Produkten mit Polyester-Planen. Spezielles Hochleistungspolyester mit einer zusätzlichen PVC-Beschichtung bietet ebenfalls eine Wasserdichtigkeit von 100%. Diese Art von Planen findet man bei hochwertigeren Faltpavillon-Produkten. Auch hier gilt: Die Planen sollten über bandversiegelte Nahtstellen verfügen.

Achten Sie beim nächsten Kauf eines Partyzeltes oder eines Faltpavillons auf hochwertiges Material und gute Verarbeitung. Denn nur so ist sichergestellt, dass Ihre Party auch bei Regen nicht ins Wasser fällt. Bei Profizelt24.de finden Sie ausschließlich Partyzelte und Faltpavillons, die 100% wasserdicht sind.